Wie entsteht ein Trollbead ?
Neue, exklusive Fertigungsmethoden sind der Garant für das einzigartige Design von Trollbeads. Lise Aagaard Kopenhagen entwickelte die "Ancient-Technik" in einer ganz neuen Form. Der Weg von der Idee bis zum Produkt ist steinig, doch stellt die spezielle Technik die Konstante dar, welche ungeahnte Kombinationen von Desgin, Material und Details ermöglicht. In Handarbeit werden für Trollbeads beste, natürliche Materialien wie Silber, Gold, Süßwasserperlen, Edelsteine und Glas verarbeitet. Einige Designs werden direkt aus Edelmetall geschaffen. Die Mehrheit jedoch erblickt nach vielen Skizzen und Entwürfen als ein Modell aus Wachs das Licht der Welt.
Das Modellierwachs ist nur mit scharfen und heißen Werkzeugen zu bearbeiten. Aus dem fertigen Originalmodell wird dann eine "Master"-Form hergestellt. Sie ist der Ausgangspunkt für alle künftigen Trollbeads dieses Modells, die sich schließlich irgendwann am Handgelenk eines Kunden wiederfinden. Beim Fertigungsprozess verwendet man eine außergewöhnliche Technik, die sogenannte "cire perdu"- oder "Verlorene Form"-Methode. Sie ermöglicht es, Kopien des Wachsmodells aus edlen Materialien so präzise zu gießen, daß selbst kleinste Details originalgetreu erhalten bleiben.
Diese 3000 Jahre alte Technik setzten bereits indische Goldschmiede ein, die mit ihren Schmelztiegeln von Stadt zu Stadt zogen, oder chinesische Metallhandwerker für die von ihnen geschaffenen Teekannen, und nicht zuletzt auch unsere eigenen Goldschmiede, welche die berühmten Köder entwarfen. Die für das Gelingen des Gusses notwendige, gleichmäßige Temperatur zu halten, war in jener Zeit äußerst schwierig. Bedenkt man dies, dann erkennt man, was für großartige Leistungen damals vollbracht wurden. Das Temperatur-Problem haben die Goldschmiede von heute gemeistert - zumindest fast!
Kommt ein neuer silberner oder goldener Trollbead aus dem Brennofen, muß er sorgfältig überarbeitet werden. Eventuell vorhandene Risse und Grate werden geglättet, bevor die abschließende Politur die natürliche Oxydation der Beads beschleunigt. Im Sterling-Silber sind stets kleine Mengen von Kupfer vorhanden, das mit dem Sauerstoff der Luft reagiert und eine dunkle Patina bildet. Diese wird beim Polieren größtenteils entfernt. In den Vertiefungen bleibt das Silber jedoch schwarz. Dadurch heben sich die Details heraus, was den fertigen Trollbeads Tiefe und Dynamik verleiht.
Die Mehrheit der Designer bevorzugt die Arbeit mit 18 Karat Gold. Der Grund dafür könnte in der Tatsache zu suchen sein, daß Gold nicht oxydiert, sondern Glanz und Leuchtkraft auch unter extremen Bedingungen bewahrt. Selbst nach Jahrhunderten auf dem Meeresboden funkelt und glitzert es noch wie neu.
Die schier unglaubliche Haltbarkeit von Gold eröffnet eine Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten, insbesondere in der Kombination mit oxydiertem Silber. Die meisten Trollbeads bestehen jedoch ganz aus Silber oder Gold. Einige werden mit kostbaren Edelsteinen besetzt, die den Stücken den Charakter von klassischem, traditionellem Schmuck verleihen. Andere zeigen ein reiches Spektrum an Mustern.
Bei echten Naturperlen kommt eine besondere Technik zum Einsatz. Um diese traditionellen, beliebten Schmuckobjekte in die Trollbeads-Kollektion einzubeziehen und das Tragen an einer Kette zu ermöglichen, ist es notwendig, sie mit einem Silberring zu füttern.
Die sehr harte Oberfläche der Süßwasserperlen macht die Durchlochung zu einer anspruchsvollen Herausforderung. Das Bohren an sich ist jedoch nur das eine Problem. Hinzu kommt das Kunststück, das Loch groß genug zum Durchfädeln einer Kette zu machen, ohne die Perle dabei zu zerbrechen. Diese Aufgabe wurde vom Bruder Per Nielsen gelöst, einem weiteren Mitglied der Familie Nielsen/Aagaard. Er ist der Ingenieur in der Firma, und konstruierte einen Roboter, der heute vollautomatisch die Löcher in die Perlen bohrt. Die meistverkauften Trollbeads werden über der offenen Flamme geschaffen - es sind die gläsernen Stücke in der Kollektion. In der Bearbeitung verhält sich Glas anders als Metall - in vielerlei Hinsicht. Im Gegensatz zu Metall, das bei 500 Grad Celsius schmilzt, liegt sein Schmelzpunkt mit 800 Grad deutlich höher. Bei der Verarbeitung ist es weicher, und viel härter in seiner entgültigen Form. Um eine Abnutzung des Armbandes zu verhindern, werden die Glasperlen mit einem Silberring gefüttert, wodurch es fast unmöglich wird, sie zu zerbrechen.
Die Glasperlen erlauben das Spielen mit Farben. Sie werden aus Stäben hergestellt, bei denen es sich hauptsächlich um feinstes italienisches Muranoglas handelt. Daneben kommen aber auch Gläser aus amerikanischen und tschechischen Glashütten zum Einsatz.
Die einzelnen Glassorten besitzen unterschiedliche Dichten. Einige sind undurchlässig für Licht, andere durchsichtig. Auch die Farben fallen von Glas zu Glas ganz unterschiedlich aus, mal kräftig und leuchtend, mal zurückhaltend und dezent.
Daher sind viel Erfahrung mit dem Werkstoff Glas und eine große handwerkliche Fertigkeit nötig, um die gläsernen Trollbeads zu schaffen, für die Lise Aargaard Kopenhagen bekannt ist. Innovation und das Beschreiten neuer Wege sind zentrale Bestandteile des Trollbeads-Konzepts, und das Geheimnis seines Erfolges. 30 Jahre nach der Erfindung der Trollbeads beginnt Lise Aargaard Ende 2006, sich mit einer neuen Technik zu befassen: der Gravur. Hierbei können bis zu 130 Zeichen auf eine Schriftrolle aus Edelmetall graviert werden, etwa eine Botschaft, ein Gedicht, eine persönliche Erzählung oder die Erinnerung an eine Reise. Die Auswahl trifft der Kunde.
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